Ebenda zitieren in verschiedenen Zitationsstilen


Bücher liegen auf dem Tisch in der Bibliothek.
Das Wort „Ebenda“ begegnet in Zitaten häufig, meist abgekürzt als „ebd.“ – es erleichtert ein flüssiges Zitieren. Abgeleitet ist ebenda aus dem Lateinischen, in anderen Sprachen begegnet deshalb noch die Form ibidem oder ibid. Was bedeutet ebenda beim Zitieren? Ebenso wie ibidem bedeutet es „gerade dort, genau“. Verwendet wird die Abkürzung ebd. besonders, wenn in wissenschaftlichen Arbeiten zitiert oder umschrieben wird. Denn mit dem praktischen Kürzel kann man den Autor und das Erscheinungsjahr einer Arbeit ersetzen, wenn dasselbe Werk zwei- oder mehrmals direkt in Folge zitiert wird. In diesem Fall kannst du die Quelle mit vgl. ebd. zitieren.
 


Ebenda in der wissenschaftlichen Arbeit

Verbindlich ist das Zitieren mit ebd. nicht, aber die meisten Universitäten empfehlen es, um Verweise auf Quellen kürzer und den Text lesbarer zu gestalten. Wenn du mit ebd. zitierst, ist es allerdings sehr wichtig, dass der Bezug zum vollständigen Zitat leicht hergestellt werden kann. Das bedeutet, dass die erste Angabe der Quelle entweder noch im gleichen Absatz oder mindestens auf der gleichen Seite vorkommen muss. Außerdem sollte man es nicht übertreiben mit dem Kürzel. Zu Beginn einer neuen Seite schafft „ebd.“ eher Verwirrung, und wenn es zu häufig hintereinander verwendet wird, ebenfalls. 


Ebd. in verschieden Zitierweisen verwenden 

Wie und wo die Abkürzung ebd. in Zitaten eingesetzt wird, hängt unter anderem von der gewählten Zitierweise ab. Einige Beispiele stellen wir dir hier vor.


APA

Du solltest beim APA Zitieren „ebd.“ nicht verwenden.


Harvard

Wenn du nach der Harvard Regel zitierst und dabei Quellenverweise im Text in Klammern setzt, verwendest du ebenda folgendermaßen:
        Die neuesten Untersuchungen zeigten, dass … (vgl. Schmidt 2020: 25).
        Der Verfasser betont dabei, dass … (vgl. ebd.: 27).
        „Der Text im Zitat“ (ebd.: 32).


Deutsche Zitierweise

Die deutsche Zitierweise arbeitet mit Langzitaten, hier verwendest du ebd. in der Fußnote:
        Die neuesten Untersuchungen zeigten, dass …1.
        Der Verfasser betont, dass …2.
        „Text-Zitat“3.
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1Vgl. Schmidt, Karlheinz: Zitieren mit Ebenda, 1. Aufl., Berlin, Deutschland: Verlag, 2020, S. 25.
2Vgl. ebd., 27.
3Ebd., 32.


Ebenda bei Paraphrasen

Wie du siehst, wird ebd. sowohl bei wörtlichen Zitaten als auch beim Umschreiben, dem sogenannten Paraphrasieren, entsprechend den Regeln verwendet, die für das Zitieren nach Harvard oder aber in den Langzitaten in Fußnoten nach der Deutschen Zitierweise zur Anwendung kommen. Ebd. ersetzt dabei den Autor und das Jahr des Erscheinens, wird also nur für dasselbe Werk verwendet, wenn es nicht zu Missverständnissen kommen kann.


Unterschied zwischen ebd. und ibid.

Und ibidem? Auch dieses Wort begegnet, abgekürzt als ibid., beim Zitieren. Ibidem ist die lateinische Form von ebenda, beide bedeuten dasselbe. Die Regeln beim Zitieren entsprechen daher genau denjenigen für die Verwendung von ebenda. Für deine eigene Arbeit solltest du ibidem oder ibd. allerdings nur verwenden, wenn du sie in einer Fremdsprache, etwa auf Englisch, verfasst – in einer wissenschaftlichen Arbeit in deutscher Sprache nutzt du besser ebenda. 

 

Häufig gestellte Fragen

Das Kürzel ebd. bedeutet „genau“ oder „gerade dort“.
Ebd. ersetzt in Zitaten oder Paraphrasen in einer wissenschaftlichen Arbeit der Nachname des/der Autor(en) und das Erscheinungsjahr, wenn du ein Buch oder einen Artikel mehrmals hintereinander zitierst. Auch der Titel muss dann nicht erneut genannt werden, die Seitenzahl in der Quellenangabe aber schon.
Ibidem (ibid.) entspricht dem deutschen ebenda und ist in wissenschaftlichen Arbeiten in anderen Sprachen zu finden.