Die systematische Literaturrecherche: Anleitung


Website von Google Scholar, eine Suchmaschine für wissenschaftliche Literatur.
Die systematische Literaturrecherche zahlt sich aus, wenn eine Bachelor- oder Masterarbeit geschrieben wird. Denn sie gilt als wichtige Stütze für die spätere Arbeit und schafft einen klaren Überblick über Forschungen und Studien. So darf bei der Literaturrecherche immer systematisch vorgegangen werden, um wissenschaftliche Informationen richtig einzusetzen.


Was ist eine systematische Literaturrecherche?

Eine systematische Literaturrecherche ist auf eine strukturierte Recherche in Themen und Teilabschnitten abgestimmt. Dabei wird die optimale Fragestellung erarbeitet, Suchbegriffe werden in Google und weiteren Suchmaschinen eingearbeitet. Search - So lautet die Devise! Aber die Suche wird eingegrenzt und ist präzise auf das jeweilige Thema abgestimmt. Auch das Bearbeiten von Literatur fällt  in die systematische Literaturrecherche.


So geht es!

Die Literaturrecherche für dir Abschlussarbeit ist ein längerer Prozess mit verschiedenen Schritten:


Thema und Fragestellung definieren

Das Thema der Arbeit ist bekannt, nun ist die Fragestellung relevant. Mit der richtigen Fragestellung nimmt die systematische Literaturrecherche seinen Anfang. Die wichtigen Forschungsfragen werden aufgestellt. Forschungsfragen, die sich mit der Thematik der Bachelor- oder Masterarbeit genauer auseinandersetzen. So darf jeden einzelnen Themenabschnitt die richtige Fragestellung zugeordnet werden. 

Suchbegriff auswählen

Die Auswahl der Suchbegriffe gestaltet sich in der Regel umfangreich, denn hier gilt es herauszufinden, welche Synonyme und Wörter ausschlaggebend sind. Dabei ist es wichtig, so viele Suchergebnisse wie möglich zu sammeln.  Denn je mehr Suchbegriffe gesammelt wurden, umso leichter lässt sich das Thema in Folge ausarbeiten. Google Scholar ist dabei oft die erste Wahl. Aber es gibt zudem viele weitere Datenbanken, die präzise Suchergebnisse liefern.  Die Auswahl ist groß. Wer „AND“ zwischen 2 Suchbegriffen verwendet, der erreicht dadurch, dass die Suchmaschine nur Ergebnisse angibt, in denen beide Wörter enthalten sind. Wird das Kürzel „*“ genutzt, so kann nach Wörtern gesucht werden, die denselben Wortstamm aufweisen. Mit der Abkürzung  „OR“ wird nur ein Suchbegriff gelistet. Mit „NOT“ wird der Suchmaschine gezeigt, dass nur ein Suchbegriff gefragt ist, der andere nicht. Entscheidend ist bei den Recherche-Arbeiten, dass gezielt vorgegangen wird. Die richtige Bestimmung der Keywords ist somit ein ganz wichtiges Instrument bei dieser Aufgabe.

Relevante Literatur finden 

Zudem darf auf eine Vielzahl von Literatur-Datenbanken vertraut werden. Viele dieser Literatur-Datenbanken fokussieren sich auf ganz bestimmte Themen. So gibt es bereits Bibliotheken in der Uni, die eigene Tutorien für die Literaturrecherche bieten. Diese Bibliotheken zeigen wichtige Datenbanken für die unterschiedlichen Fachbereiche auf und bieten entsprechende Erklärungen dazu. So besitzt jede Universität ganz verschiedene Lizenzen. Es macht also Sinn, ein Tutorium der Uni aufzusuchen.


Literatur sichten

Vorab gilt es herauszufinden, welche Literatur für die eigene Arbeit entscheidend ist. Denn es sollten immer die richtigen Quellen gefunden werden. Darum darf sich genau auf den Titel und die Abstracts konzentriert werden, um entsprechend zu wählen. Auch ein schnelles Überfliegen des Textes macht Sinn. Wer jede Quelle genau durchliest, der kann sich schnell einmal verzetteln und wichtige Zeit verlieren. Vor allem dann, wenn schlussendlich festgestellt wird, dass diese Quelle keinen großen Nutzen für die eigene Hausarbeit bringt. 


Literatur auswerten

Ist die Wahl der Literatur abgeschlossen, dann geht es ans Arbeiten. Nun ist eine sorgfältige Arbeitsweise wichtig. Es darf akkurat gelesen werden. Mit Bedacht darf sich jede einzelne Quelle vorgenommen werden. Viele arbeiten dann mit Textmarker und erarbeiten ihre ganz individuelle Farb-Legende, die sehr hilfreich sein kann. Die Definition bekommt eine andere Farbe als der Inhalt. Auch Methoden werden unterschiedlich gekennzeichnet.  Zudem kann die Erstellung einer Tabelle sehr praktisch sein. Diese Tabelle gibt die wichtigsten Infos zum Text wieder. Mit Stichpunkten, übersichtlich gegliedert. Es macht Sinn, die Tabelle mit einzelnen kategorischen Begriffen zu versehen. Diese können wie folgt lauten:
  • Definition
  • Konzept
  • Analyse
  • Beurteilung der einzelnen Quellen
  • Seitenangaben der genutzten Quellen: Denn somit ist ein schnelles Suchen im Nachhinein sichergestellt.


Das sind die Vorteile der systematischen Literaturrecherche

Wer seine Arbeit strategisch aufarbeitet, der kann sich viel Zeit beim Schreiben der Arbeit ersparen. Für eine Bachelor- oder Masterarbeit ist es wichtig, dass die Arbeit stimmig aufgebaut ist und die einzelnen Abschnitte ineinander übergehen. Wer ausreichend Vorarbeit leistet und sich an eine systematische Literaturrecherche halten kann, der läuft viel weniger Gefahr, eine Schreibblockade zu erleiden.  Auch das Risiko, dass auf gewisse Thematiken vergessen wird, ist nicht so groß. Denn eine solche Literaturrecherche weist einen überlegten und guten Aufbau auf.  Gerade wenn sich Haus- oder Abschlussarbeiten als sehr umfangreich zeigen, bietet die Recherche Ergebnisse auf einen Blick, die nur mehr entsprechend ausgearbeitet werden müssen. Perfekt strukturiert, gut ausgearbeitet, legt die systematische Literaturrecherche viele wichtige Themen bzw. Quellen offen und vereinfacht so das Schreiben der Arbeit.  Wichtig ist bei der Erarbeitung, dass umgehend das Wesentliche erfasst wird.  Die Recherche darf niemals mehr Zeit in Anspruch nehmen als das Schreiben. Denn sie dient als wichtige Stütze der Hausarbeit, der Bachelorarbeit, der Masterarbeit. Wer auf ein gutes Fundament bei seiner Arbeit aufbauen will, der nutzt kurzerhand die systematische Literaturrecherche für seine Zwecke. Denn so sind die relevanten Daten für die wichtigsten Fragestellungen der Arbeit am schnellsten aufgestellt.