Direktes Zitat in wissenschaftlicher Arbeit


Runde schwarze Buchstaben, Zitate
Direkte Zitate kommen in wissenschaftlichen Arbeiten oft vor – immer dann, wenn du eine Textstelle aus einer Quelle übernimmst. Neben dem direkten Zitat können auch indirekte Zitate verwendet werden. Diese Umschreibungen nennt man Paraphrasen. Beides muss jedoch deutlich als fremdes Gedankengut gekennzeichnet werden, damit du dich nicht dem Vorwurf des Plagiats aussetzt. 


Was ist ein direktes Zitat?

Ein wörtliches, also direktes Zitat sind alle genauen, unveränderten Aussagen anderer Autoren. Ob du wenige Wörter oder ganze Passagen übernimmst, spielt dabei keine Rolle – wichtig ist, dass du durchaus Texte anderer Forscher übernehmen darfst. Du musst sie nur als direktes Zitat kennzeichnen. 


Beispiel für das direkte Zitat

Beim Umgang mit wörtlichen Zitaten gibt es Unterschiede zwischen Kurzzitaten und der Übernahme längerer Texte von mehr als 40 Wörtern.
Wenn du „nur wenige Begriffe oder einen kurzen Satz“ verwenden willst, setzt du das direkte Zitat in Anführungszeichen vor und hinter dem entlehnten Text. Bei längeren Zitaten ist das anders:

„Längere Textpassagen, die einen Umfang von mehr als 40 Wörtern haben, werden in einer neuen Zeile als eigenständiger Textblock bzw. Absatz eingefügt. Dabei verkleinerst du die Schriftgröße und wählst einen einzeiligen Textabstand, um das Zitat schon optisch vom übrigen Text abzuheben. Der Quellenverweis folgt dem Zitat.“  

Wie die Quellenangabe bei einem wörtlichen Zitat aussieht, hängt zum Teil von der gewählten Zitierweise ab. Enthalten muss sie jedoch in jedem Fall neben den Anführungszeichen den Namen des Verfassers, das Jahr der Veröffentlichung und die Seitenzahl. 
  • APA: Ein direktes Zitat nach dem APA Stil sieht folgendermaßen aus: „Beim Zitieren müssen direkte Übernahmen kenntlich gemacht werden“ (Schmidt, 2020, S. 10).
  • Harvard-Zitierweise: Bei diesem Zitierstil ist der Unterschied zum APA-Verweis nicht groß: „Beim Zitieren müssen direkte Übernahmen kenntlich gemacht werden“ (Schmidt 2020, 10).
  • Deutsche Zitierweise: In diesem Fall bedienst du dich einer Fußnote wie folgt: „Beim Zitieren müssen direkte Übernahmen kenntlich gemacht werden“1.

1W. Schmidt: Zitat und Plagiat im akademischen Umfeld, München 2020, S. 10


Zitierregeln für direkte Zitate

Einige grundsätzliche und sehr wichtige Regeln für direkte Zitate musst du unbedingt beachten. Dazu gehört vor allem, dass übernommene Texte auf keinen Fall verändert werden dürfen. Fehlerhafte Rechtschreibung, zweifelhafte Grammatik und schlechter Stil bleiben, wie sie sind! Du kannst solche Fehler allerdings kennzeichnen, und zwar mit dem lateinischen Kürzel [sic] in eckigen Klammern – was wörtlich „so“ bedeutet, in diesem Zusammenhang jedoch lediglich die Aufmerksamkeit auf den Fehler lenkt. 

Auslassungen werden durch drei Punkte kenntlich gemacht, wenn ein ganzer Satz ausgelassen wird, sind es vier. Einfügungen hingegen stehen in eckigen Klammern – auch dies ist möglich, wenn dadurch der Kontext und Sinn des Zitats deutlich wird, etwa ein Bezug auf einen zuvor genannten Sachverhalt. Außerdem darfst du den ersten Buchstaben eines direkten Zitats an den Textfluss anpassen, indem du ihn zu einem Kleinbuchstaben oder Großbuchstaben machst. Die Kennzeichnung bzw. Hervorhebung und die Regeln für direkte Zitate gelten in dieser Form schon für eine Hausarbeit, in jedem Fall aber für eine größere Abschlussarbeit. Das Einhalten dieser Regelungen ist für eine erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit und eine gute Benotung äußerst wichtig.


Direktes Zitat vs. indirektes Zitat

Auch das Umschreiben ist ein Zitat – nämlich dann, wenn du statt der wörtlichen Rede die Gedanken und Argumentation nicht im Wortlaut übernimmst, sondern deine eigene Formulierung wählst, möglicherweise für einen besseren Lesefluss. Man spricht dann vom indirekten Zitat oder Paraphrasieren. Eine solche Übernahme wird nicht in Anführungszeichen gesetzt, der Verweis auf die Originalquelle darf allerdings auch hier nicht fehlen. Die Kennzeichnung nimmst du vor wie bereits beschrieben. Natürlich muss in allen Fällen der Originaltext im Literaturverzeichnis enthalten sein, so dass sich deine Leser die Theorie oder das Thema im Originalwerk des Verfassers ansehen können.

Bei der sinngemäßen Wiedergabe kann die Paraphrase kursiv gesetzt werden. Bei dem Verweis auf die Literatur nach den APA-Richtlinien muss nur der Autor und die Jahreszahl genannt werden, die genaue Seite im Werk nicht. 

Wenn es dir schwer fällt, mit direkten und indirekten Zitaten aus Fachbüchern und Artikeln umzugehen, stößt du auf Schwierigkeiten beim Schreiben deiner Arbeit. Lass dich nicht verunsichern – erfahrene Ghostwriter können dich dabei unterstützen, jede übernommene Stelle deutlich mit einem Hinweis zu versehen. Ein Lektorat dient dazu, deine Arbeit von Anfang bis Ende auf Stimmigkeit und korrektes Zitieren zu prüfen – damit du zum Abgabetermin einen perfekten Text vorlegen kannst.