APA-Richtlinien: Anleitung und Beispiele


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Inhaltsverzeichnis
  1. APA-Richtlinien: Anleitung und Beispiele
  2. Regeln zur APA-Formatierung der Arbeit
  3. Zitieren mit APA
  4. Verweis im Text
  5. Sekundärliteratur zitieren
  6. Internetquelle zitieren
  7. Angabe im Literaturverzeichnis
  8. Besonderheiten und die Vorteile des APA-Stils
  9. Alternative Zitierstile
Das Kürzel „APA“ steht für die American Psychological Association, die Institution ist der Fachverband für Psychologie in den Vereinigten Staaten. Die verbandseigenen Richtlinien definieren einen Zitierstil, mit dem zunächst in psychologischen Publikationen gearbeitet wurde.

Dank der Prägnanz der praktischen Kurzverweise setzte sich das Zitieren nach APA schon recht bald auch in anderen Fachbereichen durch. Heute nutzen Naturwissenschaftler, aber auch Geisteswissenschaftler den APA-Stil für ihre Veröffentlichung. 

Mit dieser Zitierweise kannst du fremdes Gedankengut kenntlich machen, denn nur durch korrekte Verweise auf die Quellen und deren Verfasser vermeidest du den Vorwurf des Plagiats und gibst deinen Lesern die Möglichkeit, die Original-Literatur selbst zu prüfen. Wie du die APA-Zitierweise nutzt, stellen wir dir jetzt vor.
 


Regeln zur APA-Formatierung der Arbeit

Das Zitieren nach APA ist nur ein Teil der Richtlinien des Psychologen-Verbands. Auch die optische Gestaltung des Textes ist ein Teil der Vorgaben zum Format. Dies beinhaltet die Verwendung einer Serifenschriftart in einer Schriftgröße von 12 pt (also etwa Times, aber nicht Arial), einen zweifachen Zeilenabstand, sinnvolle Absätze und bis zu drei Abstufungen von Überschriften in der Schriftart des Fließtextes.

Auch die Zusammenfassung von Abbildungen, Tabellen und ähnlichen Elementen in Anhängen und die Gestaltung des Literaturverzeichnisses sind Bestandteil der APA-Richtlinien, ebenso wie eine korrekte, dem Fach angemessene Sprache.


Zitieren mit APA

Zu den wichtigsten Elementen der APA-Richtlinien gehören angemessene Quellenangaben für direkte Zitate und paraphrasierte Inhalte in wissenschaftlichen Abschlussarbeiten und anderen Texten. Eine vollständige Quellenangabe besteht beim APA-Zitierstil aus 
  • dem Verweis im Text und
  • dem Eintrag im Literaturverzeichnis.


Verweis im Text 

Ein APA-Verweis im Text nennt den Nachnamen des Autors und das Jahr der Publikation. Nimmst du Bezug auf einen bestimmten Satz oder eine bestimmte Stelle, musst du entsprechend der Angabe der Seitenzahl über eine oder mehrere Seite(n) wie im folgenden Beispiel mit einbeziehen:

In der Diskussion um die korrekte Verwendung von Textverweisen kommt die Fachwelt zu dem Schluss … (Maier, 2020, S.12).

Die Nennung des Verfassers und des Erscheinungsjahrs erlaubt es dem Leser, die genannte Quelle im Literaturverzeichnis aufzufinden. Wie du siehst, steht der kurze Verweis unmittelbar nach einem Zitat oder einer Paraphrase. Handelt es sich um ein direktes Zitat, wird dies durch Anführungszeichen kenntlich gemacht, längere Passagen solltest du kursiv zitieren und den Text als Block einrücken. Gibst du eine Aussage umschreibend mit deinen eigenen Worten wieder, musst du dies nach den APA Regeln ebenfalls kenntlich machen.


Sekundärliteratur zitieren 

Grundsätzlich ist das Zitieren von Sekundärliteratur in einer wissenschaftlichen Arbeit zu vermeiden – vielleicht liegt dir aber die Originalquelle nicht vor oder ist nicht mehr zugänglich. In diesem Fall kannst du durch die Einleitung mit den Worten ‚zitiert nach‘ deutlich machen, dass es sich um eine Sekundärquelle handelt:

In der Diskussion um die korrekte Verwendung von Textverweisen kommt die Fachwelt zu dem Schluß … (Maier, 2020, S.12, zitiert nach Müller, 1968, S.20f.).


Internetquelle zitieren 

Auch Quellen aus dem Internet unterliegen den APA-Richtlinien, ihre Verfasser und Titel musst du also angeben. Sie werden im Kurzverweis ebenso behandelt wie ein Buch, enthalten im Literaturverzeichnis dann auch die URL, und zwar in einem einheitlichen Format, am besten mit dem Datum der Erstveröffentlichung des Artikels und möglicherweise als doi.  

Verweis im Text in Klammern: (Maier, 2020)

Eintrag im Literaturverzeichnis: Maier, W. (2020, 12. November). Die Debatte um den Wert akademischer Sprache. Die Presse. https://diepresse.de/blog/die-debatte-um-sprache-574930/


Angabe im Literaturverzeichnis

Im Literaturverzeichnis fasst du sämtliche Quellen zusammen, die du bei deiner Arbeit verwendet hast. Dazu gehören Fachpublikationen, Bücher und Zeitschriften, aber auch Internetquellen wie PDF-Dokumente, Medien oder Interviews. Es wird dem Text der Arbeit nachgestellt, findet sich entweder unmittelbar nach dem Fazit oder nach den Anhängen und ist im Inhaltsverzeichnis enthalten. 

Der korrekte Eintrag ins Literaturverzeichnis gemäß den APA-Richtlinien beinhaltet neben dem Nachnamen und den Initialen des Vornamens des Verfassers auch den Titel, Verlag, die Auflage und das Jahr und sieht folgendermaßen aus: 

Maier, W. (2020). Die Debatte um den Wert akademischer Sprache, 1. Aufl., Die Presse

Ein Herausgeber wird mit der Abkürzung hrsg. kenntlich gemacht. 


Besonderheiten und die Vorteile des APA-Stils

Zu den Vorzügen des APA-Zitierstils gehört, dass der Textfluss durch die Kurzverweise kaum unterbrochen wird. Leser fühlen sich also bei der gedanklichen Verarbeitung der Inhalte durch diese Art des Zitierens nicht gestört und können dem Fluss der Argumentation folgen, ohne zu Fuß- oder Endnoten springen zu müssen. Dank der Beschränkung auf den Nachnamen des Verfassers und das Erscheinungsjahr ist die Originalquelle im Verzeichnis der verwendeten Literatur dennoch gut auffindbar. In Deutschland findet die Methode oft in den Fachrichtungen der Psychologie oder der Sozialwissenschaften Anwendung.


Alternative Zitierstile

Ob du den APA-Stil oder eine andere Zitierweise verwendest, hängt von verschiedenen Faktoren ab – unter anderem von deinem Studienfach, den Wünschen deines Professors oder den Vorgaben der Fakultät oder Universität. Neben dem Zitieren nach APA wird in wissenschaftlichen Arbeiten der sehr ähnliche Harvard-Stil benutzt. Doch auch die sogenannte deutsche Zitierweise, die einen Langverweis mit vollständigen Angaben in einer Fußnote unterbringt, hat für manche Fachbereiche ihre Vorteile. 

Wichtig ist, dass du dich zuvor erkundigst, welcher Zitierstil gewünscht wird – und diesen dann konsequent und ohne Ausnahme umsetzt. Nach der Fertigstellung der Arbeit gilt es noch zu prüfen, ob alle in Kurzverweisen genannten Quellen auch tatsächlich korrekt im Literaturverzeichnis auftauchen. Wenn du ganz sicher gehen willst, am Ende eine perfekte Abschlussarbeit einzureichen, kann ein akademisch geschulter Ghostwriter oder Lektor deinem Werk den letzten Schliff geben!